Wer ist Coco?
Mein Leben bestand nie aus einem geraden Weg. Es bestand aus vielen Fäden. Fernsehen. Kreativität. Berührung. Trauma. Sexualität. Schreiben. Ausbildung. Begegnung. Erst mit der Zeit wurde daraus ein Netz, das heute die feelZeit® Erfahrungsräume trägt.
„Coco, wie geht es dir eigentlich?“
Die Frage, die mein Leben verändert hat
Als ich meine erste Tantra Massage Ausbildung begann, arbeitete ich noch beim Fernsehen. Dort entwickelte ich Konzepte für Fernsehsender, schrieb Formate, plante dramaturgische Abläufe und produzierte Geschichten für andere Menschen.
Nach außen lief alles gut.
Ich liebte meinen Beruf. Ich arbeitete für einige der bekanntesten Fernsehsendungen Deutschlands – unter anderem für Deutschland sucht den Superstar, Das Supertalent, Der Bachelor, Die Bachelorette, Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! und Bares für Rares.
Die Arbeit war kreativ, abwechslungsreich und voller besonderer Begegnungen.
Wenn Menschen erfuhren, dass ich beim Fernsehen arbeitete, wurden ihre Augen oft größer. Plötzlich ging es um Prominente, Backstage-Geschichten und die Frage, wer im echten Leben eigentlich so ist wie im Fernsehen.
Ich genoss das. Die Aufmerksamkeit. Die Neugier. Das Gefühl, Teil einer besonderen Welt zu sein.
Gleichzeitig bemerkte ich lange nicht, dass sich viele Gespräche um meinen Beruf drehten, während ich selbst immer mehr in den Hintergrund rückte. Alle wollten wissen, wie es hinter den Kulissen aussieht. Kaum jemand fragte, wie es hinter meinen eigenen Kulissen aussah.
Und ehrlich gesagt: Ich stellte mir diese Frage selbst viel zu selten.
Mein Leben war voll. Spannend. Abwechslungsreich. Ich funktionierte, plante, organisierte und arbeitete. Und gleichzeitig gab es da etwas, das sich meiner Aufmerksamkeit entzog. Kein großes Problem. Keine Krise. Eher ein leises Gefühl, das ich damals noch nicht richtig greifen konnte.
Heute suchen viele Menschen nach dem einen Auslöser. Den kann ich ihnen nicht geben. Ich hatte zumindest keinen Plan. Keine Lebenskrise. Keine Vision für meine Zukunft. Ich folgte einfach einer Neugier, die ich selbst nicht erklären konnte. Also meldete ich mich zu meiner ersten Tantra Massage-Ausbildung an.
Und dort traf ich auf etwas, womit ich nicht gerechnet hatte.
Menschen, die offen wirkten, mutig und selbstverständlich. Sie gingen aufeinander zu, fanden Übungspartner:innen und schienen sich in ihrem Körper zuhause zu fühlen. Ich stand oft daneben. Verglich mich. Zweifelte an mir. Und fragte mich, warum mir all das so schwerfiel.
Körperscham war für mich kein theoretisches Thema. Ich kannte sie aus eigener Erfahrung.
Am dritten Seminartag lief ich über das Gelände, als ein Mann auf mich zukam. Er stellte sich vor mich, hielt mich gewissermaßen in meiner Bewegung an und fragte:
„Coco, wie geht es dir eigentlich?“
Es war eine einfache Frage. Und gleichzeitig eine der ehrlichsten Fragen, die mir jemals gestellt wurden. Ich spürte sofort, dass er keine schnelle Antwort erwartete. Er wollte wirklich wissen, wie es mir ging. Für einen Moment konnte ich nicht ausweichen. Nicht automatisch antworten. Nicht funktionieren. Und plötzlich wurde mir etwas bewusst:
Ich wusste gar nicht, wie es mir ging.
Ich wusste, welche Termine anstanden. Welche Aufgaben erledigt werden mussten. Welche Erwartungen andere an mich hatten. Aber ich hatte den Kontakt zu mir selbst verloren.
Diese Erkenntnis traf mich völlig unerwartet. Und sie veränderte alles.
Diese Begegnung führte mich zurück zu einer Frage, die mich bis heute begleitet:
Wie kommen Menschen wieder in Kontakt mit sich selbst?
Im Laufe meiner Ausbildung begann sich mein Verhältnis zu meinem Körper zu verändern.
Langsam entstand Vertrauen. Vertrauen in meine Wahrnehmung. Vertrauen in meine Grenzen. Vertrauen in meine Fähigkeit, Nähe zuzulassen und gleichzeitig bei mir zu bleiben.
Dabei wurde mir klar:
Berührung beginnt lange bevor sich zwei Hände begegnen. Sie beginnt mit Aufmerksamkeit. Mit Präsenz. Mit echtem Interesse. Mit der Bereitschaft, einem Menschen wirklich zu begegnen.
Diese Erfahrung prägt meine Arbeit bis heute.
Vom Fernsehen zu den Erfahrungsräumen
Wenige Tage nach dieser Begegnung wurde mir klar, dass ich meinem bisherigen Weg nicht länger folgen wollte. Ich kündigte meinen Job beim Fernsehen und begann, meiner eigenen Spur zu vertrauen.
Was danach folgte, war keine gerade Karriereleiter. Es war eine Reise. Eine Reise durch unterschiedliche Berührungswelten, Erfahrungsräume und Lernfelder. Von Wellness-Massage über Tantra Massage, Sexualcoaching, Shibari, BDSM, traumasensible Körperarbeit und Kommunikation bis hin zu den vielen Fragen, die Menschen bewegen, wenn es um Nähe, Lust, Scham, Beziehung und Selbstwahrnehmung geht.
Rückblickend erkenne ich, dass keine dieser Stationen zufällig war. Jede dieser Welten hat meinen Blick erweitert. Und jede hat dazu beigetragen, dass feelZeit® entstehen konnte.
Warum feelZeit®?
Ich liebe Vielfalt. Ich liebe unterschiedliche Perspektiven. Und ich glaube, dass Entwicklung selten auf nur einem einzigen Weg stattfindet. Deshalb habe ich die feelZeit® Berührungswelten gegründet.
Für mich besteht das Leben aus vielen Erfahrungsräumen. Jeder Raum eröffnet andere Möglichkeiten, sich selbst zu begegnen.
Manche Menschen entdecken sich über Berührung. Andere über Kommunikation. Über Körperarbeit. Über Sexualität. Über Beziehung. Oder über eine Frage, die sie lange begleitet.
Ich sehe diese Welten nicht als voneinander getrennte Bereiche. Ich sehe sie als miteinander verbundene Landschaften menschlicher Erfahrung.
Genau daraus entstand die Idee der feelZeit® Berührungswelten.
Vom Geschichten erzählen zum Schreiben
Geschichten haben mich schon immer fasziniert.
Bereits beim Fernsehen beschäftigte ich mich mit der Frage, was Menschen bewegt, wie Entwicklung entsteht und welche Momente ein Leben verändern können.
Heute arbeite ich immer noch mit Geschichten. Nur auf eine andere Weise. Statt Fernsehformate zu entwickeln, gestalte ich Erfahrungsräume. Statt Menschen von außen zu beobachten, begleite ich sie in ihren eigenen Prozessen. Und statt Geschichten ausschließlich zu erzählen, schreibe ich sie inzwischen auch auf.
Meine Bücher entstehen aus den Erfahrungen, Beobachtungen und Fragen, die mich seit vielen Jahren begleiten. Sie verbinden Wissen, Praxis und persönliche Entwicklung. Und sie laden Menschen dazu ein, ihre eigene Beziehung zu Berührung, Körperbewusstsein, Sexualität und innerer Sicherheit neu zu entdecken.
Die Bücher bilden heute das Fundament der feelZeit® Methode und vieler Erfahrungsräume, die daraus entstanden sind.
Erfahrung, Weiterbildung und Entwicklung
Die Menschen, die zu mir kommen, bringen sehr unterschiedliche Geschichten mit. Manche möchten ihre Lust neu entdecken, mehr Lebendigkeit spüren oder ihre Beziehung zu Berührung vertiefen. Andere beschäftigen sich mit Scham, Unsicherheit, Grenzverletzungen oder den Folgen belastender Erfahrungen und suchen einen Weg zurück in eine selbstbestimmte und sichere Beziehung zu ihrem Körper.
Dazwischen liegt eine große Vielfalt menschlicher Erfahrungen, die ich mit Respekt, Fachwissen und traumasensibler Begleitung unterstütze. Mich berührt immer wieder, wie unterschiedlich die Wege sind und wie ähnlich oft die Sehnsucht dahinter: sich selbst wieder näherzukommen.
Mein Weg begann mit Ausbildungen in Wellness- und Tantra-Massage und führte mich über Sexualcoaching, Shibari, BDSM, Kommunikationsarbeit und traumasensible Begleitung immer weiter in die Frage hinein, was Menschen stärkt, verbindet und Entwicklung ermöglicht.
Dabei habe ich zahlreiche Aus- und Weiterbildungen im In- und Ausland absolviert und mich intensiv mit Trauma, Nervensystem, Körperwahrnehmung, Beziehungsgestaltung und konsensbasierten Erfahrungsräumen beschäftigt.
Neben meiner praktischen Arbeit in Einzelbegleitungen, Seminaren und Ausbildungen gehört kontinuierliches Lernen bis heute zu meinem beruflichen Selbstverständnis. Jede Weiterbildung erweitert meinen Blick und vertieft mein Verständnis dafür, wie Sicherheit, Vertrauen und Entwicklung entstehen können.
Die feelZeit® Methode ist deshalb nicht aus einer einzigen Ausbildung entstanden, sondern aus vielen Jahren Erfahrung, Forschung, Begleitung und der Begegnung mit unterschiedlichsten Menschen und Berührungswelten.
Was mir wichtig ist
Ich glaube, dass Menschen wachsen, wenn sie sich sicher genug fühlen, sich selbst zu begegnen. Deshalb betrachte ich Menschen nicht als etwas, das repariert werden muss. Ich glaube, dass in jedem Menschen bereits Fähigkeiten, Ressourcen und Möglichkeiten vorhanden sind, die manchmal verschüttet, übersehen oder aus dem Blick geraten sind. Entwicklung entsteht für mich dort, wo Menschen wieder Zugang zu sich selbst finden. Zu ihrem Körper. Ihren Gefühlen. Ihren Grenzen. Ihren Bedürfnissen.
Deshalb stehen in meiner Arbeit weder Perfektion noch Leistung im Mittelpunkt. Mich interessieren Menschen. Ihre Geschichten. Ihre Fragen. Ihre Entwicklung.
Ich verstehe mich nicht als Expertin für das Leben anderer Menschen. Ich verstehe mich als Begleiterin. Ich halte Räume. Vermittle Wissen. Stelle Fragen. Und unterstütze Menschen dabei, ihren eigenen Antworten näherzukommen.
Mit Klarheit. Mit Herzlichkeit. Mit Humor. Mit Tiefe. Und mit der Überzeugung, dass Entwicklung dort beginnt, wo wir uns selbst wieder zuhören.
